Katzen

Gerade Tiere, die schon etwas länger im Tierheim leben, haben Aufmerksamkeit und einen möglichst baldigen Umzug in ein liebevolles Zuhause verdient, deshalb werden in dieser Übersicht die "ältesten" Bewohner ganz vorne und die Neuzugänge ganz hinten angezeigt. Überhaupt gehört kein Tier ins Heim, sondern zu netten Menschen.

Hinweis bezüglich nur ernst gemeinter Anfragen bei Katzen

Aufgrund der momentan leider noch so sehr beengten Situation im und am Katzenhaus befinden sich die meisten Katzen in nicht für Besucher zugänglichen Bereichen, wo sie stressfrei leben und versorgt werden können. Den Katzen geht es dort sehr gut, es ist aber leider zu eng und wäre für alle Beteiligten zu stressig, auch diese eher engen Bereiche für Besucher zugänglich zu machen. 

Falls Sie also Katzen aus diesem Bereich sehen wollen, beantworten Sie bitte folgende Frage mit "Ja": "Wir haben uns im Vorfeld schon über die Katze erkundigt und sind zu 99% sicher, sie auch gleich mitzunehmen." Manchmal sind Menschen für Katzen aus diesen Bereichen da, bei denen sich nach einem kompletten Rundgang durch die meisten Bereiche herausstellt, dass sie momentan noch gar keine Tiere haben wollen/können. Es sind alle herzlich willkommen zu gucken, aber Tiere aus den nicht zugänglichen Bereichen werden nur bei konkretem Interesse nach vorne geholt, um ihnen den Einfangstress zu ersparen.

Dazu noch eine Bitte: Wenn Sie ernsthaft vorhaben, eine oder mehrere Katzen von uns zu adoptieren, bereiten Sie sich bitte vor:

  • Richten Sie Ihr Zuhause katzengerecht her und schaffen Sie ggf. eine geeignete Umgebung für die anfängliche räumliche Trennung und dann langsame und behutsame Zusammenführung von bereits vorhandenen Katzen mit Neuankömmlingen. Tipps dazu finden Sia im Internet und bei uns.
  • Und wenn Sie Ihre Transportkörbe mitbringen, dann statten Sie diese doch bitte auch mit Decken / Handtüchern und geeigneten Abdeckungen aus, eine völlig leere Transportbox bereitet der umziehendne Katze unzumutbaren, unnötigen Stress. 

Vielen Dank!

Im Tierheim gibt es auch täglich Neuzugänge und Vermittlungen, sodass diese Vorstellung nicht ganz aktuell sein kann. Eine persönliche Besichtigung vor Ort lohnt sich immer, gerade weil wir hier besonders unsere "Sorgenkinder" vorstellen, Katzen, die leider schon länger bei uns sind.

Übrigens leben die meisten Katzen, besonders Stubentiger, am liebsten mit Artgenossen zusammen!

Ein Plädoyer für die oft Übersehenen, für all die Vergessenen 

Vergessene

Oft kommen Interessenten ins Tierheim, um sich hier einen neuen Mitbewohner zu suchen, dem sie ein besseres Leben ermöglichen möchten. Wir Tierheim- Mitarbeiter freuen uns für und über jede Katze, die ein neues Zuhause findet, aber leider bleiben uns häufig diejenigen, die es am nötigsten hätten, erhalten, obwohl sie nicht weniger liebenswert sind als all die jungen, "niedlichen" Charmeure. Viele dieser vermeintlich agressiven ehemaligen Streuner sind einfach nur total verunsichert, ängstlich, haben in der Vergangenheit schlechte odernoch gar keine Erfahrung mit der Gattung Mensch gemacht. Für diese Katzen braucht man ganz ganz viel Zeit, Geduld und Liebe, aber es lohnt sich! Hat man ihr Vertrauen gewonnen, hat man einen Freund fürs Leben gewonnen. Ettliche unserer scheuen Katzen sind untereinander sehr verträglich und eignen sich prima als Kumpel für schon vorhandene Katzen im Haushalt, bei denen sie sich dann abschauen können, dass wir Menschen doch nicht so übel sind, wie sie vielleicht anfangs denken mögen.

Im Moment befinden sich etwa 20 "schwer vermittelbare" Katzen im Tierheim. Unter anderem "Leo", der seit über einem Jahr bei uns wohnt und uns in dieser Zeit täglich angefaucht, gespuckt und aus seiner Höhle nach uns geschlagen hat. Vor zehn Tagen aber hat er sich überlegt, das Experiment Mensch zu wagen und lässt sich seitdem täglich von seiner aktuellen Bezugsperson streicheln, siehe Videos:

Leo früher:

Leo heute, auf Schmusekurs:

Ein weiterer solcher Kandidat ist Rumpel. Auch er hat anfangs Gift und Galle gespuckt. Er hat jetzt so viel Vertrauen, dass er sich aus seiner Höhle heraus streicheln lässt, woran bis vor kurzem noch nicht mal dran zu denken war, siehe Videos:

Rumpel gegenüber Fremden:

Rumpel heute, wenn er Vertrauen gefasst hat:

Im Tierheimalltag bleiben, wenn überhaupt, täglich nur wenige Minuten, sich mit den einzelnen Katzen zu beschäftigen, umso mehr freuen wir uns deshalb über solche Erfolgsgeschichten. Und es zeigt, dass es sich wirklich lohnt! Natürlich können wir nicht garantieren, dass es in 100% der Fälle klappt, aber einen Versuch ist es allemal wert, zumal die Voraussetzungen in einer ruhigen, liebevollen Umgebung mit deutlich mehr Zeit, Ruhe und Geduld bei weitem besser sind als im doch häufig sehr hektischen Tagesablauf im Tierheim.

Bei Interesse oder Fragen melden Sie sich gerne bei uns, Ansprechpartnerin ist Frau Böker.

JB

Eine Auswahl unserer "Vergessenen":

Beweise:

ToniDer rot-weiße Kater Toni zeigt sich zurzeit noch sehr scheu hier im Tierheim. Da er aber mit etwa 18 Lebensmonaten noch ganz jung ist, kann sich bei ihm noch viel ändern. Grundsätzlich empfehlen wir den hübschen Toni in Einzelhaltung mit Freigang.

Hinweis zu unseren scheuen Katzen!

Spike 01Kuhkater Spikesucht ein Zuhause mit Freigang. Der etwa zwei Jahre junge weiß-schwarze Kater zeigt sich hier im Tierheim noch recht scheu, aber aufgrund seiner chronischen Augenentzündung hat er auch ein paar etwas unangenehme Behandlungen hinter sich, mit denen er nicht so einverstanden war. Das kommt übrigens davon, wenn einige Menschen es immer noch für ein Kavaliersdelikt halten, ihre Katzen unkastriert herumlaufen zu lassen.

Wichtige Hinweise zu unseren scheuen Katzen!

 

Schmidtchen Schleicher"...mit den elaschtischen Beinen..." :) 

Angst hat einen Namen: "Schmidtchen Schleicher", der etwa 4 Jahre junge schwarz-weiße Kater, ist nur ganz selten außerhalb seiner Verstecke zu sehen. Auf die große Bühne traut er sich auch noch nicht.

Er ist sehr zurückhaltend, lässt sich aber vorsichtig in seiner Höhle streicheln und hat noch nie geknurrt oder gefaucht.

Die elastischen Beine bekommt er, wenn er auf der Flucht ist, dann kann er richtig panisch werden, der arme Kerl...

Für Nostalgiker/-innen:

Fauchi 02

Mehr Tiger als Stube: Die etwa sechs Jahre alte Katze Fauchi sucht eine nette Bleibe auf dem Land oder in einem weiten Garten, wo sie unter Betreuung ihr Leben frei genießen kann.

Nomen est omen - aus Fauchi wird sicher keine Schmuserin mehr, kennt jemand vielleicht ein schönes Plätzchen für sie? Ein Bauernhof, Pferdehof, ein großes Grundstück auf dem Land wären wirklich toll!

Mausi 02Schhildpattkatze Mausoi stammt etwa aus dem Jahr 2015 und kann nach erfolgreicher Behandlung, Impfung und Kastration im Tierheim nun endlich vermittelt werden.

Anfangs zeigt sie sich noch sehr zurückhaltend und ängstlich, doch wenn sie erst einmal Vertrauen gefasst hat, ist sie kaum noch wiederzuerkennen und schmust durchaus gerne. Mausi ist entweder (ungern) in Einzelhaltung oder (besser!) zu einer lieben Zweitkatze vermittelbar. Nach der üblichen Eingewöhnungszeit nimmt Mausi später auch sehr gerne Freigang an.