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Zuletzt geändert: 16. Juli 2019, 18:03

Nicht jeder Igel braucht im Herbst unsere Hilfe - aber jede Hilfe muss richtig sein.

Im Herbst und in den ersten Frosttagen wandern viele Igel noch im Freien umher und oft nehmen Tierfreunde die scheinbar hilflosen Tiere auf. Der Deutsche Tierschutzbund warnt jedoch nachdrücklich vor gut gemeinter, aber falsch verstandener Tierliebe. Igel dürfen nicht vorschnell in menschliche Obhut genommen werden. Falls dies doch einmal nötig wird, sollten Sie sich auf jeden Fall über die richtige Ernährung aufklären lassen.

Grundsätzlich gehören Wildtiere in die Natur und nicht in Menschenhand. Für einen gesunden Igel ist es immer besser, im Freien statt in Gefangenschaft zu überwintern. Darum dürfen auf keinen Fall Igel, die ihr Überwinterungsgewicht erreicht haben oder noch erreichen können, mitgenommen werden.
Manche Igel-Fachleute vertreten den Standpunkt, dass selbst ein leicht untergewichtiger Igel bessere Überlebenschancen hat, wenn er draußen in der Natur gelassen wird.
Denn ein nach der Überwinterungszeit wieder ausgesetztes Tier muss sich erst wieder an die natürlichen Lebensumstände gewöhnen, was oftmals Schwierigkeiten bereitet.

Igel im Winter

Igel, die nach Wintereinbruch, d.h. bei Dauerfrost und geschlossener Schneedecke herumlaufen, brauchen unsere Hilfe. Es sind entweder kranke und schwache Alttiere oder aber - was häufiger vorkommt - Jungtiere, die sehr spät geboren wurden, vielleicht auch krank sind, und sich wegen des geringen Nahrungsangebotes im Herbst kein für den Winterschlaf ausreichendes Fettpolster anfressen konnten.

Leicht untergewichtigen oder jungen Igeln hilft man im Herbst zunächst durch das Einrichten einer Futterstelle im Garten. Dann erübrigt es sich oft, untergewichtige Igel in menschliche Obhut zu nehmen.
Vor allem Jungigel stöbern oft noch im November nach Essbarem, weil sie instinktiv "wissen", daß sie den Winter nur mit einem guten Fettpolster überleben können.
Wegen des geringen Nahrungsangebotes verbrauchen sie aber bei der Futtersuche oft mehr Energie, als sie mit der Nahrung aufnehmen.

Nähere Informationen und Ratschläge zum Thema erhalten Sie auch im Tierheim oder direkt vom Deutschen Tierschutzbund e.V., Tel: 0228/604960

Quelle: Deutscher Tierschutzbund

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