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Zuletzt geändert: 09. Dezember 2019, 10:53

In der Nacht von Montag auf Dienstag ereignete sich eine tragische Geschichte mit einem mittlerweile zum Glück noch gelösten Happy End: Unbekannte stellten einen Karton mit der Aufschrift „3 kranke Streuner brauchen Hilfe“ vor die Tore des Tierheimgeländes. Bevor jedoch am Dienstagmorgen der erste Tierheimmitarbeiter vor Ort war, hatten sich die drei Katzen leider längst aus dem Karton befreit und waren nicht mehr aufzufinden. Die anschließende Suche mussten wir leider bald aufgeben, zu sehr nehmen uns die täglichen Aufgaben im Tierheim in Anspruch.

Nachdem wir unsere morgendlichen Aufgaben im Bürogebäude / Kleintierbereich erledigt hatten und auf das Gelände hinübergehen wollten ins entsprechende Katzen- bzw. Hundehaus, saß der erste kleine Streuner am bei uns am Tor. Mit viel Ruhe und Geduld brachten wir ihn dazu, von alleine auf uns zuzukommen, und wir konnten ihn sichern. Er war total fiebrig und er zitterte vor Kälte.

Gegen Mittag kam dann seine Schwester aus ihrem Versteck. Ihre rechte Gesichtshälfte ist völlig zerbissen gewesen und ihr Auge schwer verletzt. Sie war ebenfalls extrem unterkühlt und wurde sofort behandelt und ist nun wieder in einem besseren Allgemeinzustand. Ob wir ihr Auge erhalten können, ist noch fraglich.

Am Abend wurde dann endlich Streuner Nummer drei aufgefunden. Sie hielt sich unter einem Auto eines Mitarbeiters auf und suchte ihre Kinder. Die junge Mama ist genauso wie ihre Kinder verschnupft. Alle drei sind sehr zutraulich und verschmust, haben einen starken Wurmbefall und sind ausgehungert. Inzwischen geht es allen drei wieder besser. Sie spielen, futtern und schmusen den ganzen Tag, als ob nie was gewesen wäre.

Solche Aktionen, nachts "einfach so" Tiere vor ein Tierheim zu stellen, sind -unabhängig von der Jahreszeit- keine tierschützerischen Handlungen, im Gegenteil diese stellen einen Verstoß gegen das deutsche Tierschutzgesetz dar und können zur Anzeige gebracht und juristisch bestraft werden.

Darüber hinaus fallen uns Parallelen bei den letzten Fällen dieser Art auf, die den Verdacht erhärten, dass es sich hierbei um dieselben "Täter" handelt. Warum tun Sie so etwas? Bitte melden Sie sich bei uns, um diese Angelegenheit zu besprechen. Diest ist für alle Beteiligten sicher angenehmer, als wenn die polizei dem nachgehen muss. Danke.

Die Bilder wurden aufgenommen, als die drei Streuner schon wieder auf dem Weg der Besserung waren.

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